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Visualisieren

Die Visualisierung gehört in der Sportpsychologie zu den ältesten angewandten Techniken. Unter Mentalem Training ist die planmäßige, wiederholte und bewusst durchgeführte Vorstellung einer Handlung bzw. Bewegung, ohne deren gleichzeitige praktische Ausführung zu verstehen. Driskell et al., (1994), Eberspächer (2001), Feitz & Landers (1993), Immenroth (2003) u.a.
Die Bewegung wird also nicht ausgeführt, sondern möglichst mit allen Sinnen im Kopf vorgestellt/nachgespielt. Dabei kommt es zu neuronalen Aktivitäten, die auch bei der tatsächlichen Ausführung der vorgestellten Bewegungsmuster entstehen. Studien belegen die positiven Auswirkungen des Mentalen Trainings (heute spricht man öfters von Visualisierungsübungen) auf die grobe Muskelkraft, Schnelligkeit, Ausdauer und auf das Sicherheitsgefühl. Mittlerweile spielen Visualisierungstechniken auch in der Rehabilitation eine wichtige Rolle. Gerade in der ersten Phase nach einer Verletzung, wo die aktive Mobilisation des Körpers nicht oder nur schwer möglich ist, ist das mentale Training eine gute Möglichkeit, um den Heilungsprozess zu aktivieren.

  • Voraussetzungen für Visualisierung
    Jeder unterscheidet sich in seiner Fähigkeit des Visualisierens. Manche sehen nur einzelne Bilder, andere können wie in einem Film sehen und spüren.
    Die Fähigkeit zu visualisieren ist eine erlernte Fähigkeit. Je mehr sie trainiert wird, umso besser wird man darin.
    Die Geschwindigkeit der mentalen Ausführung sollte gleich wie bei der realen Ausführung sein.
    Je besser es dem/r Übenden gelingt alle Sinne in die Vorstellung einzubauen, desto bessere Ergebnisse können erwartet werden.

  • Unter welchen Bedingungen hat Visualisierung die stärkste Wirkung?
    Wenn das Gemüt und die Sinne ausgeglichen sind und der Körper entspannt ist.

    Wenn Gefühle, Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte beiseitegelegt werden können, die keinen Bezug zu dem geistigen Vorstellungsbild haben.
    Wenn in so vielen Einzelheiten wie möglich visualisiert wird.
    Wenn man sich die eigenen Sinne zunutze machen kann: Riechen, Tasten, Fühlen und Hören.
    Regelmäßige Wiederholung und Übung.
    Wenn man sich an einem ruhigen Ort befindet, frei von jeglicher Ablenkung.

  • Visualisierung und seine Formen
    Innere Wahrnehmung (der/die Übende sieht sich aus der „Ich-Perspektive“

    Äußere Wahrnehmung (der/die Übende sieht sich aus der „Dritte-Person-Perspektive“
    Kinästhetisch Wahrnehmung (der/die bezieht Körperwahrnehmungen mit ein)

Diese Technik ist eine wirkungsvolle Form der Kommunikation zwischen geistigen Vorstellungen und körperlicher Leistung.

Wir denken in Bildern!

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