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Die Rolle der Eltern im Leistungssport

Im Wettkampfsport werden zum einen körperliche und technisch/taktische Fähigkeiten trainiert und zum anderen, und sicher nicht weniger wichtig, auch zentrale Lebenskompetenzen gelernt. Der Umgang mit Erfolg und Misserfolg, mit Stresssituationen, mit Krisensituationen oder den Verhaltensregeln in einer Gruppe/Mannschaft u.a., all dies sind optimale Lernfelder für junge Menschen und ihr späteres Leben. 

Die optimale Förderung/Begleitung des Kindes/Jugendlichen findet dann statt, wenn Trainer, Betreuer und Eltern in gegenseitigem Respekt und Anerkennung der Tätigkeitsbereiche, gemeinsam Ziele setzen und diese nachhaltig verfolgen.

Im mentalen Bereich sind gemeinsam vereinbarte Ziele und Vorgehensweisen von besonderer Bedeutung, weil Eltern wie auch Trainer natürlich vor, während und nach der sportlichen Tätigkeit direkt oder indirekt Einfluss auf das Kind/den Jugendlichen nehmen. Von ihren Ratschlägen/Hinweisen/Maßnahmen oder eben von dem vorgelebten Verhalten selbst hängt es ab, welche mentalen Bewältigungsstrategien und Haltungen sich ihr Kind/Jugendliche/r zu eigen macht und ob es zur Entwicklung eines positiven Selbstbildes kommt.

Eine gemeinsame Übernahme von Zielen und den zugrunde liegenden Maßnahmen in den Bereichen Werthaltungen, Umgang mit mentalen Herausforderungen (z.B. einer Niederlage) oder den persönlichkeitsbezogenen Rückmeldungen ist notwendig, um der Aufgabe gerecht zu werden.

Praktisches Vorgehen
Der Vereinsvorstand bzw. der Trainer wird zu Beginn der Wettkampfsaison ein erstes Treffen organisieren, wo Vereinsvorstand, Trainer, Betreuer und Eltern sich kennenlernen.

Der Vereinsvorstand wird zunächst die grundlegende Ausrichtung der Vereinsphilosophie vorstellen und etwaige Fragen der Eltern beantworten. Es empfiehlt sich, dass dabei die Eltern zur Zusammenarbeit eingeladen werden, auch um die jeweiligen Kompetenzbereiche abzustecken.

In einem zweiten Moment stellt der Trainer die zukünftige Arbeit mit den Kindern/Jugendlichen vor. Eine klare und übersichtliche Darlegung der Tätigkeit ist ein erster sehr wichtiger Schritt, um Kompetenzbereiche einzugrenzen und Vertrauen aufzubauen. Die Eltern sollen die Ziele im technischen/taktischen Bereich kennen, sie sollen aber auch wissen, dass die Ziele in diesem Bereich ausschließlich vom Trainer festgelegt werden und es ausschließlich seine/ihre Sache ist, wie die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt werden.

Bei dieser ersten Sitzung müssen aber auch die Ziele zur Persönlichkeitsentwicklung besprochen und die Zusammenarbeit (z.B. regelmäßige Absprachen und Informationsaustausch) organisiert werden.

Gemeinsam für das Wohl der Kinder!

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