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Denken und Fühlen

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“ Dies ist ein bekanntes Zitat von Buddha, das auch heute noch Grund- und Ausgangslage in kognitiven Therapiemethoden ist.

Der Mensch ist von Geburt an bewusst und unbewusst daran interessiert, Struktur in das Chaos der („seiner“) Welt zu bringen. So sind es vor allem unsere Erfahrungen mit der Umwelt, mit anderen Menschen, mit uns selber und unsere Schlussfolgerungen daraus, die in uns bewusste und unbewusste Überzeugungen, Einschätzungen und Werthaltungen wachsen lassen. Sie sagen uns, was wir können und was nicht, ob wir liebenswerte Menschen sind oder nicht, sie machen uns Angst oder geben uns Sicherheit und treiben uns fortwährend an, all das erreichen zu wollen, was gemäß unseren „Haltungen“ möglich und wichtig ist. Sie sagen uns aber auch, wie die anderen sind und wie sie sein sollten, welche Werte wichtig sind und wie wir zu Gott stehen.
Die erworbenen/gelernten „Haltungen“, sie sind miteinander vernetzt und bedingen sich gegenseitig, bilden in Kombination mit angeborenen Trieben/Antrieben (Hunger, Durst, Schutz, Fortpflanzung) und eingeschliffenen Gewohnheiten unser Bild von uns selbst, den anderen und der Welt und damit sind sie das Basisprogramm unseres Verhaltens.

Wer nun überwiegend sich selbst und seine Umwelt in einem negativen Licht sieht und dementsprechend negative Gefühle entwickelt, der sollte zunächst versuchen seine Haltungen kennenzulernen. Das Erkennen und Verstehen unserer „Landkarte“ von uns selbst und den anderen ist immer der erste Schritt, um begreifen zu können, wieso wir uns z.B. abwerten, respektlos behandeln u.a. und dadurch unglücklich oder vielleicht sogar depressiv sind.

Beim Mentalcoaching wird nach der ersten „Verstehensphase“ auf ein Trainingsprogramm gesetzt, das einer kognitiven Therapiemethode entstammt. Mit der sog. RET-Technik werden, nachdem innere Haltungen und Denkweisen offengelegt wurden, sog. Denkfehler (diese werden in einer nächsten Ausgabe vorgestellt) wiederholt in einem inneren Disput in Frage gestellt. Die erkannten Denkfehler werden zu Papier gebracht und einem reifen oder besser gesagt realistischem Denken gegenübergestellt.

Die Wirksamkeit der RET-Technik ist wissenschaftlich nachgewiesen. Ein Baustein des Erfolges mit RET ist das Bewusstsein, dass es sich beim Denken um eine sehr eingebettete Gewohnheit handelt, die von starken Abwehrmechanismen geschützt wird. Deshalb ist Durchhaltevermögen und Training ein wichtiges Erfolgskriterium.

Die Welt ist nicht, wie wir sie uns vorstellen, aber unsere Vorstellungen sind unsere Welt.

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