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Sportverletzungen und ihre psychologischen Nachwirkungen

Verletzungen sind häufige und gefürchtete Nebenerscheinungen im Sport. So verletzen sich durchschnittlich 400000 Menschen jährlich in der Schweiz durch sog. Sportunfälle. Dabei ist die Verletzungshäufigkeit im Spitzensport um das Vierfache höher als im Breitensport.  

Die Palette der Verletzungen ist weitreichend und oft auch sportartspezifisch. So sind z.B. im Fußballsport und ganz allgemein in Mannschaftssportarten Knochen- und Sehnenverletzungen besonders häufig, in Kampfsportarten treten Verletzungen im Gesicht bzw. Kopfverletzungen häufiger auf.
Die Verantwortlichen im Wettkampfsport versuchen durch verbesserte Trainingssysteme und verändere Wettkampfbedingungen und Wettkampfregeln das Verletzungsrisiko zu minimieren. Letztendlich bleibt aber immer ein Restrisiko, das besonders im Leistungssport als hoch zu bewerten ist. Alle Maßnahmen zur Verletzungsprävention im Spitzensport sind letztendlich noch nicht befriedigend erfolgreich gewesen. Bis heute wurden einige Programme zur Reduzierung der Verletzungshäufigkeit im Sport auf den Weg gebracht worden (z.B. FIFA 11+), die Ergebnisse sind aber dürftig geblieben.
In einer Studie der Deutschen Sporthilfe von Prof. Dr. Christoph Breuer und Dr. Kirstin Hallmann haben 40,5% der befragten Leistungssportler angegeben Verletzungen für den sportlichen Erfolg in Kauf zu nehmen. Dieses Ergebnis reflektiert den Druck, den Leistungssportler ausgesetzt sind und dem sie nicht entfliehen können, aber auch nicht entfliehen wollen.

Die psychologischen Konsequenzen durch Sportverletzungen
Leider unterschätzen viel zu viele Athleten die psychologischen Auswirkungen von Sportverletzungen. Ist es zu einer körperlichen Verletzung gekommen, so ist immer auch die psychologische Seite betroffen. So können unbewusste Verletzungsängste, diese werden aus verschiedenen Gründen von den Athleten verdrängt, dazu führen, dass automatisierte Bewegungsmuster nicht mehr oder nur mehr teilweise abgerufen werden können. Dieses psychologische Phänomen führt zu einem „Schonverhalten“, das auch einige Zeit nach der Genesung weiterhin aufrecht bleibt und die sportliche Weiterentwicklung nachhaltig bremst. Auch für die Nachverletzungswahrscheinlichkeit spielen neben Stressbewältigungstechniken nicht aufgearbeitete Verletzungsängste in stressinduzierten Situationen eine wichtige Rolle.  

Fazit: „Im Falle einer Verletzung sind immer auch die psychologischen Aspekte in die Rehabilitation und Heilung miteinzubeziehen.“ Kleinert, Jens (Deutsche Sporthochschule Köln-2007)

Jede Verletzung hat Auswirkungen auf Körper und Seele!

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