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(Selbst-) Wertschätzung

Wie kommt es, dass sich so viele Menschen schwer damit tun, sich selber zu mögen. Sie sehen vor allem ihre Defizite, vergleichen sich mit Menschen, die im einen oder anderen Bereich besser sind und nehmen sich fundamentale Lebensrechte (das Recht nein zu sagen, das Recht Pausen zu machen, wenn es braucht u.a.) nicht heraus. Die Folge ist, sie fühlen sich minderwertig, Selbstvorwürfe und Ängste sind belastende Begleiter im täglichen Denken und Verhalten. Sie leiden viel öfter an Stress bedingten Erkrankungen.

Wie entstehen Minderwertigkeitsgefühle?
Wahrnehmungshaltungen (Selbst-, Fremd- und Weltbilder) entstehen im Kindesalter und verfestigen sich im Laufe des Lebens. Kinder, die dazu erzogen oder durch diverse Ereignisse in die Lage versetzt werden, andere oder Anderes immer wichtiger zu nehmen als sich selbst, entwickeln ein Ich-feindliches Weltbild, das in diesem Alter nicht hinterfragt werden kann und damit zur eigenen Wirklichkeit wird.

Sind Minderheitsgefühle vererbt?
Und so beginnt das „Schicksal“ seinen Lauf zu nehmen. Unsere Abwehrmechanismen (Verdrängung, Sich-selbst-erfüllende Prophezeiung, Rationalisierung, Verleugnung usw.) sind darauf ausgerichtet, unsere Wirklichkeit zu verteidigen bzw. zu bestätigen. Und je länger ein Mensch ich-feindlich denkt und handelt, desto dicker werden die Gitterstäbe des eigenen Gefängnisses. Letztendlich heißt es dann, dass dies der Charakter eines Menschen sei.

Mit einem unveränderlichen Charakter hat ein Selbst-, Fremd- und Weltbild aber nichts zu tun, sondern vielmehr mit Übung und Gewohnheit. Wenn wir lange Zeit in einer bestimmten Art und Weise gedacht und gehandelt haben, dann sind Gewohnheiten (Automatismen mit den entsprechenden Gefühlsreaktionen) entstanden, die unsere Verhaltens- und Gefühlswelt bestimmen.

Wie äußern sich Minderwertigkeitsgefühle?
Menschen mit Minderwertigkeitsgefühlen können aber nach außen ganz anders auftreten. Die übertriebene zur Schaustellung des eigenen Ichs im narzisstischen Sinne ist genau so oft anzutreffen, wie der sich immer und überall Zurücknehmende. Im Grunde genommen unterscheiden die beiden nur unterschiedliche Abwehrmechanismen.

Kann man was gegen Minderwertigkeitsgefühle tun?
Dass man dagegen was tun kann und sollte steht außer Frage. Natürlich verändert man Gewohnheiten nicht von einem Tag auf den anderen, aber wer es wagt sich selber besser kennen zu lernen, wer besser versteht, wieso er so handelt und fühlt wie er es tut, kann sich mit gezielten Strategien und Übungen, die auf die jeweilige Person abgestimmt sind, auf den Weg machen. Lassen Sie sich dabei von einem professionellen Helfer be
gleiten.

Hier ein Fragebogen mit dem du überprüfen kannst, inwieweit du Lebensrechte in Anspruch nimmst: Meine Lebensrechte

Lerne dich zu respektieren, dann wird es nicht lange dauern und auch andere werden dich respektieren.

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