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Ich bin Ok!

Nicht wenige Menschen sind mit sich nicht einverstanden. Ständig haben sie an ihrem Körper, ihren Leistungen in Beruf und Familie etwas auszusetzen. Sie sind ihr eigener größter Kritiker, sie lassen kein gutes Haar an sich und können echte Erfolgserlebnisse nicht anerkennen. Damit bleibt ihr Selbstvertrauen stabil schlecht, was natürlich auch entsprechende negative Gefühle und Verhaltensweisen verursacht, die nicht Teil der Lösung, sondern des Problems sind. Diese negativen Gefühle und Verhaltensweisen treten mitunter als Minderwertigkeitsgefühle auf, die in der Folge zum Rückzug bzw. zur Isolierung führen und die Selbstachtung weiter verschlechtern. Damit ist der Teufelskreislauf der Angst geschlossen und ein Ausweg ohne Hilfe von außen nur schwer möglich. Wenn Menschen kein realistisches Verhältnis zu sich haben (dazu zählt nicht nur die Selbstunterschätzung, sondern auch die Selbstüberschätzung), dann hat das sehr oft mit ihrer Entwicklungsgeschichte zu tun. Der Glaube in eigene Stärken ist ohne Wertschätzung von außen in der Kind- und Jugendzeit nur schwer möglich.

Wie kann geholfen werden?
Zunächst werden Verhaltensweisen und Wertvorstellungen der leidenden Person unter die Lupe genommen. Menschen, die sich ständig Selbstvorwürfe machen und die eigene Art zu sein nicht anerkennen, erlauben sich die sog. Lebensrechte nicht. Sie gestehen anderen Rechte zu, die sie sich selbst nicht zugestehen, sie sagen oft ja, auch wenn sie nein sagen würden, sie erlauben sich keine „dummen“ Fehler oder haben Schwierigkeiten damit, sich gehen zu lassen. Sie stellen sich zurück und versuchen ständig „eine gute Figur“ zu machen. Ihre Wertvorstellungen passen sie den Verhaltensweisen an, auch wenn sie die Richtigkeit anzweifeln.

Im Mentalcoaching beginnt ein Weg der Selbstreflexion und Verhaltensumstellung. Zu Beginn wird der Umstellungsprozess als künstlich empfunden, mitunter hat die Person das Gefühl eine „rosa Brille“ aufzusetzen. Mit fortschreitender Gewohnheitsumstellung im Denken und Handeln beginnt der Prozess zur „Ich-Akzeptanz“ und damit kann das Selbstvertrauen wieder wachsen.

Diesen Umdeutungsprozess im Mentalcoaching nennt man auch „Reframing“. Man gibt den Dingen und der eigenen Person eine neue Bedeutung, die eigene Wahrnehmungsperspektive wird erweitert und setzt sie trainingsmäßig im Alltag um. Diese Vorgehensweise entspricht einer Haltung, die in der Antike durch den griechischen Stoiker und Philosophen Epiktet entstand. Schon vor 2000 Jahren gründete er eine Lehre (Stoa), die auf folgender Haltung aufbaut: „Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinung über die Dinge“

Wer glaubt, dass er nur dann ein wertvoller Mensch ist, wenn er was leistet, wird das Hamsterrad nicht anhalten können!

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