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Martin Volgger

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Wir sind was wir denken

Unsere Gedanken begleiten uns ununterbrochen – vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Oft nehmen wir sie kaum bewusst wahr, und doch formen sie unser Erleben, unsere Entscheidungen und letztlich unser gesamtes Leben. Der Satz „Wir sind, was wir denken“ ist daher mehr als nur eine philosophische Aussage – er beschreibt eine grundlegende Wahrheit über die menschliche Psyche.

Woher kommen unsere Gedanken

Gedanken entspringen unserer inneren Landkarte von der Welt und diese ist das Ergebnis unserer Erfahrungen, Erziehung und Wiederholungen und den daraus entstandenen Gewohnheiten. Sie bestimmen, wie wir Situationen interpretieren. Zwei Menschen können dasselbe Erlebnis haben – und doch völlig unterschiedlich darauf reagieren, weil ihre Gedanken verschieden sind.

Die Macht der Gedanken

Gedanken sind nicht einfach nur flüchtige innere Stimmen. Sie beeinflussen unsere Gefühle, unser Verhalten und sogar unseren Körper. Gedanken lösen Emotionen (Angst, Aggression, Trauer usw.) aus und diese bewirken unser Verhalten. Angst ist z.B. eine unglaublich potente Emotion, die Menschen oft leider auch in ein inneres Gefängnis sperren. Wer ständig denkt „Ich schaffe das nicht“, wird sich unsicher fühlen und eher aufgeben. Wer hingegen überzeugt ist „Ich finde einen Weg“, handelt mutiger und ausdauernder.
Auch bei schweren Krankheiten spielen positive Genesungsgedanken eine wichtige Rolle. Das zeigt, dass Vorstellungen auch auf körperliche Abläufe einwirken.
Wenn wir glauben, dass wir ausgeliefert sind, bleiben wir passiv. Unsere Gedanken entscheiden also, ob wir Opfer oder Gestalter unseres Lebens sind.

Glaube nicht alles, was du denkst!

Unsere innere Landkarte, also unsere bewussten und unbewussten Vorstellungen vom funktionieren dieser Welt, werden durch potente Abwehrmechanismen geschützt. Wir nehmen die Realität mit unseren Augen wahr und passen sie unserem inneren Filter an. Verdrängen, verleugnen und projizieren sind dabei potente Werkzeuge, um positive wie auch negative Gedanken über sich selbst und die Welt aufrecht zu erhalten.

Kann man eigene „Realitäten“ und damit Denkgewohnheiten ändern?

Ja, der Weg führt über eine Reise zu sich selbst:

  1. Den Mut aufbringen sich Hilfe zu holen. Innere Realitäten, ohne eine außenstehende Person zu hinterfragen, ist (man ist gezwungen sie für wahr zu halten) sehr schwierig.
  2. Stärkende Gedanken erkennen und belastende, krankmachende Gedanken hinterfragen.
  3. Neue Haltungen (Mindsets) entwickeln und so problematischen Gedanken die Wirkung nehmen.
  4. Üben, üben, üben – Erfolge anerkennen und Rückschläge als normale Episoden eines Lernprozesses annehmen.

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