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Mentaltraining für Kinder

Erst kürzlich habe ich mit einer Mutter gesprochen, die mir schilderte, dass ihre Tochter (8 Jahre alt) mit Leistungsanforderungen (in der Schule) nicht gut umgehen kann. Vor Tests oder mündlichen Prüfungen habe sie plötzlich Bauchweh, sei schwindelig, schlafe schlecht oder habe andere Symptome. Sie wollte von mir wissen, ob es „so eine Art Mentaltraining für Kinder“ gebe.

Zunächst einmal muss gesagt werden, dass es natürlich Mentaltraining für Kinder gibt. Mit verschiedenen Techniken/Methoden kann man Kindern den Weg zu mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein ebnen. Dabei handelt es sich allerdings um ein vorbeugendes Training, um gar nicht erst in die Entwicklung von psychosomatischen oder psychologischen Symptomatiken zu geraten. Wenn sich das Beschwerdebild bereits gefestigt hat, so kann ein/e Psychologe/in sicherlich besser helfen.

Im Grunde genommen verfolgt das Mentaltraining für Kinder dieselben Ziele wie für Erwachsene. Es geht um die Stärkung des Glaubens an die eigenen Möglichkeiten, sodass Leistungsherausforderungen als Chance gesehen werden und mögliche Niederlagen als normale Ereignisse in Kauf genommen werden.

Jedes wirklich gute Kinder-Mentaltraining sollte mit einem Elterngespräch beginnen. Sie sind mit ihrem Modellverhalten im Denken und Handeln und mit ihren Rückmeldungen an die Kinder ein ganz wichtiger Teil, der all zu oft (nicht in jedem Fall, manchmal spielen auch Geschwisterkonstellationen oder Freunde*innen eine wichtige Rolle) übersehen wird. Die Ängstlichkeit der Eltern, und ich meine damit auch überbehütetes Verhalten (wenn das Kind ständig auf Risiken aufmerksam gemacht und ihm nur wenig eigenständiges Handeln erlaubt wird) sollte zunächst mit den Eltern reflektiert und bearbeitet werden. Erst wenn sie gelernt haben dem Kind Vertrauen zu schenken, indem sie ihre Rückmeldungen an das Kind verändern, gibt es eine gute Chance, dass auch das Kind Selbstvertrauen lernen kann.

Hier nun einige dem Kind angepasste Trainingsmethoden des Mentaltrainings für Kinder: Geführte Fantasiereisen und Vorstellungsübungen; Konzentrations- und Gedächtnisübungen; Vertrauensübungen, Entspannungs- und Anspannungsübungen; Atemübungen; Bewegungsspiele; Körperhaltungsspiele (schaut her), Ich geb Gas, das macht Spaß – Spiele; „Gefühle sind gut – Spiele“; „ich darf auch verlieren – Spiele“;

Der Kreativität zur Entwicklung von Spielen – im Kindesalter sind es vor allem Spiele, die den Zugang zu Verhaltensänderungen indirekt möglich machen – ist keine Grenze gesetzt. Der Spaß sollte bei diesen Spielen nicht fehlen.

Selbstbewusstsein entwickeln und an sich glauben lernen!

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